Zwischenzeugnisse: Was die ersten sechs Spieltage über alle 18 Clubs verraten
Sechs Spieltage sind ein Zwischenstand, kein Abschlusszeugnis. Unsere Noten bewerten deshalb nicht nur Punkte. Erwartung, Auftritte, Entwicklung und die Art der Ergebnisse gehören genauso dazu.
Hertha BSC
Maximale Ausbeute und genügend Leistungsdaten dahinter. Hertha hat zudem gezeigt, dass ein Rückstand die Mannschaft nicht aus dem Konzept bringt.
Mit der neuen Rolle leben: Jeder Gegner trifft jetzt auf den ungeschlagenen Spitzenreiter.
1. FC Nürnberg
Ungeschlagen, offensiv produktiv und zuletzt auch in engen Spielen erfolgreich. 100 Torschüsse und 87 Prozent Passquote geben dem Start Substanz.
Wolfsburg wird zum passenden Test gegen einen selbst offensiv starken Gegner.
1. FC Heidenheim
Vier Siege sind stark. Zwölf Gegentore und nur plus zwei Tordifferenz verhindern die Eins.
Mehr defensive Kontrolle würde aus dem starken Start ein stabileres Spitzenprofil machen.
VfL Wolfsburg
Gute Tordifferenz und viel Offensivproduktion. Die Ausbeute hinkt Hertha und Nürnberg dennoch deutlich hinterher.
In Nürnberg zeigt sich, wie nah der VfL der Spitze wirklich ist.
1. FC Kaiserslautern
Vier Gegentore sind hervorragend. Sechs eigene Treffer machen enge Spiele allerdings zur Daueraufgabe.
Die Defensive trägt; die Offensive muss mehr Reserven schaffen.
1. FC Magdeburg
Kontakt zur Spitze und eine ordentliche offensive Bilanz. Für eine bessere Note fehlt noch Konstanz.
Aus einem guten Start kann schnell ein sehr guter werden.
Energie Cottbus
Der Aufsteiger spielt mutig und torgefährlich. Die 13 Gegentore sind der Preis dafür.
Etwas weniger Chaos, ohne die offensive Identität zu verlieren.
FC St. Pauli
Nur eine Niederlage klingt stabil, vier Remis bremsen den Ertrag.
Aus Stabilität müssen Siege werden.
VfL Bochum
Solide, aber offensiv bislang blass. Der Tabellenplatz passt zum Eindruck.
Mehr Durchschlagskraft mit Ball.
Hannover 96
Die Ausbeute bleibt hinter den Ansprüchen. Konkurrenzfähige Phasen reichen noch nicht.
Gute Auftritte häufiger in Punkte übersetzen.
VfL Osnabrück
Als Aufsteiger konkurrenzfähig, defensiv aber noch zu offen.
Die eigene Torgefahr mit mehr Stabilität verbinden.
Greuther Fürth
Drei Remis, nur ein Sieg. Fürth ist oft nah dran, selten auf der Gewinnerseite.
Nach der Pause wartet Hertha – wenig Druck, große Prüfung.
Arminia Bielefeld
Zehn Tore sind ordentlich, fünf Punkte weniger. Fehler gegen den Ball kosten zu viel.
Die Balance entscheidet über den Weg aus dem unteren Drittel.
Karlsruher SC
Abschlussmöglichkeiten sind vorhanden, Ertrag und defensive Bilanz passen nicht.
Chancenproduktion endlich in Tore und Punkte verwandeln.
Eintracht Braunschweig
Zwölf Tore sind eine brauchbare Basis. Dass daraus vier Punkte wurden, zeigt das Balanceproblem.
Der Offensive einen defensiven Rahmen geben.
Holstein Kiel
Vier Remis und noch kein Sieg. Der Abstand zum Mittelfeld bleibt trotzdem klein.
Ein enges Spiel muss endlich auf Kiels Seite fallen.
Dynamo Dresden
Dresden kann Gegner beschäftigen, hält sein Niveau aber nicht über 90 Minuten.
Gute Phasen verlängern, schlechte verkürzen.
SV Darmstadt 98
Schlechteste Tordifferenz der Liga und zuletzt das 1:5 in Wolfsburg. Der Fehlstart ist real.
Die kleine Punktedifferenz nutzen, bevor daraus ein strukturelles Problem wird.
Unser Zwischenfazit
Zwei Einser, weil Hertha und Nürnberg ihren Start auch über ihre Auftritte rechtfertigen. Im Keller sind die Abstände so gering, dass keine Note als Saisonprognose taugt. Sie beschreibt den September – und wird später neu geprüft.
Datenstand: 24. September 2026. Grundlage: offizielle Tabelle und Clubstatistiken der 2. Bundesliga sowie redaktionelle Bewertung von DREIZEHNDREISSIG.