Hertha bleibt perfekt, Nürnberg bleibt dran – der 6. Spieltag im Rückblick
Sechs Spieltage sind gespielt, und die Spitze der 2. Bundesliga hat zwei Namen. Hertha BSC steht nach dem 2:1 in Dresden bei 18 Punkten. Der 1. FC Nürnberg folgt nach seinem 1:0 in Karlsruhe mit 16 Zählern. Beide Teams gehen ungeschlagen in die Länderspielpause, Hertha sogar mit sechs Siegen aus sechs Spielen.
Das auffälligste Ergebnis lieferte Wolfsburg. Beim 5:1 gegen Darmstadt trafen Alexander Bernhardsson und Robert Glatzel doppelt. Der VfL steht damit bei elf Punkten und hat sich nach einem nicht völlig geradlinigen Start in der Spitzengruppe eingerichtet.
Freitag: Wolfsburg setzt das Ausrufezeichen
Magdeburg erwischte in Fürth den perfekten Start und führte nach fünf Minuten durch Emmanuel Iyoha. Omar Sillah glich für die Gastgeber aus, weitere Treffer fielen beim 1:1 nicht. Parallel entwickelte sich Wolfsburg gegen Darmstadt nach dem 1:1-Zwischenstand zu einer klaren Angelegenheit. Das 5:1 war der höchste Sieg des Spieltags.
Samstag: Die Spitze liefert
Nürnberg brauchte in Karlsruhe nur einen Treffer. Mohamed Alì Zoma erzielte ihn nach einer halben Stunde. Der Club verteidigte das 1:0 und bewies damit eine Qualität, die nach den torreichen ersten Wochen noch nicht im Mittelpunkt gestanden hatte.
Kaiserslautern gewann durch Joker Erencan Yardımcı 1:0 gegen Braunschweig. Kiel wartet dagegen weiter auf den ersten Saisonsieg. Phil Harres brachte Holstein gegen Osnabrück per Elfmeter in Führung, ein Eigentor von Hiroki Sekine führte zum 1:1. David Zec sah anschließend Gelb-Rot.
Am Abend musste Hertha in Dresden einem Rückstand hinterherlaufen. Jón Dagur Thorsteinsson glich zunächst aus und entschied die Partie zehn Minuten vor Schluss mit seinem zweiten Treffer. Der perfekte Berliner Saisonstart überstand damit auch einen unangenehmen Abend.
Sonntag: Hannover gewinnt, Heidenheim verliert Boden
Hannover schlug Bochum 2:1 und nahm vor dem Amtsantritt von Sandro Wagner drei wichtige Punkte mit. Arminia Bielefeld und Heidenheim trennten sich 2:2. Für Heidenheim bedeutete das Remis, dass Hertha und Nürnberg an der Spitze zunächst weiter wegziehen.
Cottbus verpasste gegen St. Pauli einen Heimsieg trotz langer Überzahl. Nach Gelb-Rot gegen Tomoya Andō und der Führung durch Justin Butler glich Martijn Kaars in der 80. Minute zum 1:1 aus.
Die Lage vor der Pause
Hertha und Nürnberg haben sich früh einen Vorsprung erarbeitet. Dahinter bleibt die Liga eng genug, dass ein Wochenende mehrere Positionen verändern kann. Heidenheim besitzt wegen eines Spiels weniger weiterhin eine starke Ausgangslage, Wolfsburg und Kaiserslautern haben sich ebenfalls in Reichweite gebracht.
Am unteren Ende fällt vor allem Kiel auf. Vier Unentschieden bringen Punkte, aber noch keinen Sieg. Darmstadt, Dresden, Braunschweig und Bielefeld haben ebenfalls erst vier Zähler. Der Oktober beginnt deshalb mit einer klaren Trennung: ganz oben zwei Mannschaften mit außergewöhnlichem Start, dahinter eine Liga, die noch kaum sortiert ist.