Wolfsburg findet den Vorwärtsgang – Darmstadt zerfällt nach der Pause
Für einige Minuten durfte Darmstadt glauben, der Freitagabend in Wolfsburg könnte eine andere Richtung nehmen. Alexander Bernhardsson hatte den VfL in der 14. Minute verdient in Führung gebracht, Milan Smit nutzte in der 29. Minute jedoch einen Wolfsburger Fehler zum 1:1. Der Ausgleich fiel gegen den Spielverlauf und gab den Gästen zumindest kurz Hoffnung.
Robert Glatzel beendete diese Phase noch vor der Pause. In der 40. Minute stellte der Mittelstürmer auf 2:1. Damit nahm Wolfsburg eine Führung mit in die Kabine, die deutlich besser zum bis dahin gezeigten Kräfteverhältnis passte.
Nach der Pause wird es deutlich
Im zweiten Durchgang bekam Darmstadt den Wolfsburger Angriff nicht mehr kontrolliert. Bernhardsson traf in der 61. Minute zum zweiten Mal, Muhammed Damar erhöhte sechs Minuten später auf 4:1. Glatzel machte in der 79. Minute mit seinem zweiten Treffer den 5:1-Endstand perfekt.
Die sechs Tore erzählen trotzdem nur einen Teil der Partie. Wolfsburg wirkte nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich weder nervös noch hektisch. Die Mannschaft blieb in ihren Abläufen, fand wiederholt freie Spieler zwischen und hinter den Darmstädter Linien und nutzte die wachsenden Räume konsequent.
Ein Ergebnis mit Wirkung
Mit elf Punkten aus sechs Spielen hat sich Wolfsburg in der Spitzengruppe festgesetzt. Der erste Heimsieg seit Monaten fiel so deutlich aus, dass er über die drei Punkte hinaus Bedeutung bekommen kann. Die Offensive besitzt mit Bernhardsson, Glatzel und Damar mehrere Wege zum Tor.
Darmstadt reist mit einer ganz anderen Aufgabe in die Pause. Nach sechs Spieltagen stehen vier Punkte und 5:13 Tore. In Wolfsburg wurde sichtbar, wie schnell ein Spiel entgleiten kann, sobald die defensive Ordnung verloren geht.