Spielbericht

Thorsteinsson dreht Dresden – Hertha gewinnt zum sechsten Mal

Hertha BSC musste am Samstagabend erstmals ernsthaft gegen die perfekte Bilanz arbeiten. Dynamo Dresden begann mutig und ging bereits in der 10. Minute in Führung. Patrice Čović trug den Ball durch das Berliner Mittelfeld, sein abgefälschter Abschluss fand den Weg an Marius Gersbeck vorbei ins Tor.

Dresden hatte in dieser Phase mehr Zugriff. Hertha brauchte Zeit, um sich aus dem Druck zu lösen. In der 29. Minute reichte dann ein sauber ausgespielter Angriff: Jón Dagur Thorsteinsson traf zum 1:1 und stellte die Partie wieder auf Anfang.

Ein offenes Spiel bis in die Schlussphase

Auch nach dem Ausgleich bekam Hertha das Spiel nicht vollständig unter Kontrolle. Beide Mannschaften ließen im zweiten Durchgang Möglichkeiten liegen. Dresden verteidigte engagiert, Berlin blieb geduldig und wartete auf den Moment, der bislang so oft gekommen war.

In der 80. Minute war er da. Thorsteinsson nahm Maß und traf aus der Distanz zum 2:1. Sein zweites Tor des Abends hielt Herthas makellose Bilanz am Leben.

Sechs Spiele, 18 Punkte

Der Tabellenführer geht mit der maximal möglichen Ausbeute in die Länderspielpause. Bemerkenswert ist inzwischen weniger die bloße Zahl der Siege als die Bandbreite der Wege dorthin. In Dresden musste Hertha einen Rückstand verarbeiten und ein Spiel gewinnen, das sich lange nicht nach Tabellenführer gegen Kellerteam anfühlte.

Dynamo bleibt mit vier Punkten tief im unteren Bereich. Der Auftritt gegen den Spitzenreiter bot dennoch Ansätze, auf denen sich aufbauen lässt. Punkte gibt es dafür nicht, aber eine Leistung dieser Art dürfte für Dresden eher ein Ausgangspunkt als ein Grund zur Resignation sein.