Prognose

Saisonprognose nach Spieltag 6: Hertha und Nürnberg verändern die Ausgangslage

Vor einer Saison lässt sich viel über Kaderwerte, Trainerideen und Transferfenster diskutieren. Sobald echte Spiele hinzukommen, müssen diese Annahmen gegen das Geschehen auf dem Platz geprüft werden. Nach sechs Runden ist die Stichprobe noch klein, aber groß genug für erste Korrekturen.

Hertha BSC

18 Punkte aus sechs Spielen verändern jede nüchterne Einschätzung. Hertha hat nicht nur gewonnen, sondern unterschiedliche Spielverläufe bewältigt. Der Sieg in Dresden nach frühem Rückstand ist dafür ein gutes Beispiel. Berlin ist nach diesem Start der klare Referenzpunkt der Liga.

1. FC Nürnberg

Der FCN liegt mit 16 Punkten nur zwei Zähler dahinter und bleibt ebenfalls ungeschlagen. Die Offensive hat früh überzeugt, in Karlsruhe kam ein kontrollierter 1:0-Sieg hinzu. Damit wächst die Wahrscheinlichkeit, dass Nürnberg länger als nur einige Wochen in der Spitzengruppe bleibt.

Heidenheim, Wolfsburg und Kaiserslautern

Heidenheim besitzt mit zwölf Punkten aus fünf Spielen rechnerisch die beste Position der Verfolger. Wolfsburg hat beim 5:1 gegen Darmstadt sein offensives Potenzial gezeigt. Kaiserslautern steht nach dem knappen Sieg gegen Braunschweig bei elf Punkten. Dieser Block hat genug Qualität, um den beiden Führenden Druck zu machen.

Der untere Bereich

Sechs Spieltage sind besonders im Tabellenkeller zu wenig für harte Urteile. Auffällig ist Kiels fehlender Sieg. Darmstadt hat mit 5:13 Toren zudem ein frühes Defensivproblem. Dresden, Braunschweig und Bielefeld stehen ebenfalls bei vier Punkten. Dort können zwei gute Wochen die Lage komplett verändern.

Unsere aktuelle Tendenz

Hertha und Nürnberg sind nach diesem Start die beiden Teams, an denen sich eine Aufstiegsprognose orientieren muss. Heidenheim bleibt wegen der starken Punktequote unmittelbar dahinter, Wolfsburg besitzt vielleicht das größte Potenzial für einen Sprung. Die entscheidende Frage für Oktober und November lautet, wie stabil die beiden Spitzenreiter bleiben, sobald Verletzungen, Formschwankungen und direkte Duelle stärker ins Gewicht fallen.