Vorbericht

St. Pauli gegen Karlsruhe: Geduld dürfte am Millerntor entscheidend werden

Der FC St. Pauli ist nach sechs Spieltagen eines der schwerer einzuordnenden Teams der Liga. Sieben Punkte bedeuten Mittelfeld, vier Unentschieden sind zugleich Ligahöchstwert. Der Karlsruher SC kommt mit fünf Punkten ans Millerntor und wartet nach dem 0:1 gegen Nürnberg auf eine Reaktion.

Bei St. Pauli fällt vor allem die Ausgeglichenheit der Bilanz auf: acht Tore, acht Gegentore, ein Sieg, vier Remis, eine Niederlage. Auch das 1:1 in Cottbus vor der Länderspielpause passte in dieses Muster. Die Mannschaft ist schwer zu schlagen, hat enge Begegnungen bislang aber zu selten auf ihre Seite gezogen.

Karlsruhe steht nach sechs Partien bei 6:12 Toren. Gegen den bis dahin ebenfalls ungeschlagenen 1. FC Nürnberg hielt der KSC lange dagegen, verlor am Ende aber 0:1. Für eine Mannschaft, die im Tabellenkeller steckt, sind solche knappen Spiele besonders ärgerlich: Die Leistung kann konkurrenzfähig sein, in der Tabelle zählt trotzdem nur das Ergebnis.

Wer findet Lösungen gegen ein enges Spiel?

Am Millerntor könnte Geduld zum wichtigsten Faktor werden. St. Pauli hat bislang weder viele Tore erzielt noch viele zugelassen. Karlsruhe muss nach zwölf Gegentreffern vor allem verhindern, dass die Partie früh in eine Richtung kippt. Ein Rückstand würde den KSC zwingen, Räume zu öffnen, die St. Pauli bislang nicht immer selbst herstellen konnte.

Für die Gastgeber bietet der Spieltag die Chance, aus einer ordentlichen Bilanz eine gute zu machen. Zehn Punkte nach sieben Spielen würden den Blick nach oben öffnen. Karlsruhe könnte mit einem Auswärtssieg dagegen am Gegner vorbeiziehen und die enge untere Tabellenhälfte neu sortieren.

Unsere Prognose

Wir erwarten kein torreiches Spiel. St. Pauli wirkt bislang stabiler, Karlsruhe hat aus seinen Möglichkeiten zu wenig Ertrag gezogen. Der Heimvorteil gibt für uns den Ausschlag.

Unser Tipp: 1:0.