Kiel wartet weiter – Eigentor und Platzverweis kosten den ersten Sieg
Holstein Kiel hatte den ersten Saisonsieg in der Hand. Kurz vor der Pause verwandelte Phil Harres einen Foulelfmeter zum 1:0, nachdem Osnabrücks Torhüter Jonas Krumrey Gyan de Regt im Strafraum zu Fall gebracht hatte. Für eine Mannschaft, die in den ersten fünf Ligaspielen noch keinen Sieg gefeiert hatte, war diese Führung mehr als ein Zwischenstand.
Der Weg dorthin war mühsam. Osnabrück erwischte den besseren Beginn, Robin Meißner zwang Timon Weiner früh zu einer Parade. Kiel fand erst mit zunehmender Spieldauer in die Partie. Adrian Kaprálik traf in der 37. Minute aus spitzem Winkel die Latte, anschließend kam der Elfmeter und mit ihm die Chance, das Spiel endlich einmal aus einer Führung heraus zu kontrollieren.
Eine Flanke verändert die Partie
Nach der Pause wirkte Kiel stabiler und hatte mehr vom Spiel. Der zweite Treffer fiel allerdings nicht. In der 72. Minute wollte Jonathan Gómez eine Flanke in die Mitte bringen. Hiroki Sekine hielt den Fuß hinein und fälschte den Ball unhaltbar zum 1:1 ins eigene Tor ab.
Drei Minuten später wurde die Aufgabe noch unangenehmer. David Zec sah nach einem weiteren Foul die Gelb-Rote Karte. Osnabrück erkannte die Gelegenheit und suchte in Überzahl den Sieg. Daniel-Kofi Kyereh bekam in der Schlussphase eine ausgezeichnete Kopfballchance, setzte den Ball aber neben das Tor.
Vier Punkte und weiter kein Sieg
Kiel steht nach sechs Spieltagen bei vier Unentschieden und zwei Niederlagen. Die Tabelle ist zu diesem Zeitpunkt eng genug, um daraus noch keine Saisonentscheidung abzuleiten. Das wiederkehrende Muster wird dennoch zum Problem: Gute Phasen reichen bislang nicht, um ein Spiel über die Linie zu bringen.
Osnabrück nimmt einen Auswärtspunkt mit und steht bei sieben Zählern. Der Aufsteiger hat damit erneut gezeigt, dass er in dieser Liga unangenehm bleiben kann, wenn ein Gegner ihm eine Tür öffnet.